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WELTMEISTER in HAMBURG
Nachdem ich ab Mittwoch (29.8) mit dem Tapering angefangen habe,
wurde ich in den letzten Tagen vor Hamburg doch etwas nervös. Zu sehr waren
noch die Erinnerungen von Lausanne 2006 im Kopf als ich kurz vor dem Ziel
von sechs Athleten überholt wurden bin und schließlich auf dem 12.
Gesamtrang landete. Diesmal wollte ich unbedingt in die Top Ten kommen und
machte mir selbst viel Druck.
Am Freitag früh bin ich mit meiner Freundin nach Hamburg gefahren. Wir haben
gleich unsere Unterlagen abgeholt und uns die Strecke, Wechselzone,
Schwimmstrecke etc. angeschaut, damit ja nichts schief läuft!! Am Abend
haben wir uns auf den Weg nach Itzehoe, zu meinem Freund Andre Beltz
gemacht, bei dem wir das Wochenende übernachtet haben. Nach reichlich
getankten Kohlehydraten in Form von Nudeln haben wir uns schlafen gelegt. Am
Samstag früh haben wir die letzte Einheit vor dem Rennen hinter uns
gebracht. Wir waren 40min Radfahren und 12min Laufen mit WK Vorbelastung. Am
Nachmittag haben wir uns das Frauenrennen angeschaut und am Abend unsere
Räder abgegeben.
Am Sonntag sind wir um 5Uhr aufgestanden, wir mussten ja noch gute 50km nach
Hamburg fahren. Als wir gegen 6:30Uhr in der Wechselzone waren haben wir die
letzten Vorbereitungen getroffen. Zum Glück lief es viel besser als in
Wiesbaden :-) Unser Start war bereits um 8Uhr. Das Wasser hatte zwar nur
16Grad, doch es war wärmer als erwartet. Nachdem der Start erfolgt war bin
ich max. losgeschwommen. Denn es galt den Schwimmrückstand zu Andre so
gering wie möglich zu halten. Andre gehört zu den besten Schwimmern, was er
auch gleich mit einem First out of water unterstrich. 1:22min später
erreichte ich die Wechselzone. Nach gutem Wechsel ging es erneut mit max.
Geschwindigkeit auf die Radstrecke und auf die Jagt nach der Spitzengruppe.
Schon bei km 20 bin ich auf die rund 7 Mann große Gruppe aufgefahren.
Gemeinsam fuhren wir die letzten 22km bis zum Laufen. So wurde meine
Vermutung war, damit das Rennen beim Laufen entschieden wird. Wir stürmten
alle gemeinsam aus der Wechselzone heraus auf die Laufstrecke. Doch bei km 3
konnte ich mich mit Daniel Schmoll etwas von unseren Verfolgern absetzten.
Wir arbeiteten zusammen um das Rennen unter uns auszumachen. Nach
gegenseitigen Führungswechseln wurde ab km 8 bitterer Ernst!! Immerzu
versuchte einer von uns den anderen abzuhängen, was aber niemanden gelungen
ist. Etwa 700m vor dem Ziel versuchte ich es erneut - mit Erfolg. Ich konnte
gerade mal 8sec retten. So finishte ich auf dem 1. Gesamtrang in der AK
25-29 in 2:0:47Std. Ich wurde zugleich viert bester Amateur aller
Alterklassen und schnellster deutscher Starter.
Andre Belt bekam leider bei km 7 Wadenkrämpfe. So musste er Tempo
rausnehmen. Er landete am Ende auf dem 16. Gesamtrang.







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